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Flöhe – Eine Plage für alle Beteiligten

Flöhe sind, wie alle Parasiten, unbeliebte Zeitgenossen. Bei den meisten Menschen verursachen sie Ekel und Abscheu. Für den Menschen stellen diese kleinen Blutsauger in unserer Region aber heute keine nennenswerte Gefahr dar. Ganz anders verhält sich das bei Hunden und Katzen, doch dazu später mehr.

Haben Sie schon einmal eine kleine Serie von juckenden "Mückenstichen" an Armen oder Beinen gehabt? Wunderten Sie sich vielleicht auch über den ungewöhnlichen Zeitpunkt? Un dann gleich vier oder fünf Stiche? Außerhalb der Mückenzeit haben Sie womöglich an eine Allergie gedacht. Manchmal ist die Erklärung dieses ungewöhnlich starken Juckens aber ganz einfach. Sie waren der Wirt eines Flohs. Igittigitt, werden Sie jetzt denken. Aber keine Sorge, das Jucken lässt nach, und mir persönlich sind keine Fälle mit negativen gesundheitlichen Folgen bekannt. Außerdem gefällt es dem Floh beim Menschen nicht und er verlässt ihn nach kurzer Zeit wieder.

Bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze dagegen fühlt sich der Floh pudelwohl. Er hat einen passenden Wirt gefunden und bleibt, wenn Sie nichts dagegen unternehmen. Aber wie kommt Ihr Haustier eigentlich zu Flöhen, werden Sie sich fragen. Ganz einfach, bei jedem Kontakt Ihres Tieres mit anderen Tieren,

seien es Haustiere oder Wildtiere, wie z.B. Igel, besteht die Möglichkeit, dass ein Floh - auch über die Entfernung von einem halben Meter - zu Ihrem Haustier wechselt. Dieser Floh legt dann täglich bis zu 50 Eier auf dem Tier ab. Ein Floh kann in seiner kurzen Lebenszeit etwa 2000 Eier legen. Diese verbleiben nicht etwa auf dem Haustier, sondern fallen aus dem Fell und liegen dann, für Sie unsichtbar, vorrangig an den Lieblingsstellen Ihres Tieres. Abhängig von den klimatischen Bedingungen ist die Entwicklung der neuen Flöhe (Ei - Larve - Puppe - Floh) in kürzestens 12 Tagen abgeschlossen. Bei uns liegt der Durchschnitt bei drei bis vier Wochen. Im Extremfall kann die Entwicklung aber auch 190 Tage dauern.

Bei Hunden und Katzen kann der Flohbefall zu einer erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigung führen. Das liegt u.a. daran, dass der Floh selbst von einem Parasiten befallen sein kann. Er trägt häufig Bandwürmer mit sich herum. Beim Putzen werden Flöhe und Floheier vom Fell aufgenommen und verschluckt. Und schon haben Katze und Hund Würmer. Doch damit nicht genug. Viel schlimmer ist eine Flohbissallergie. Der starke Juckreiz führt zu Kratzattacken, die massive Hautentzündungen bewirken. Bei Jungtieren kann eine Flohinvasion mit häufigen Saugakten sogar lebensbedrohlich sein.

 

Wenn Sie prüfen möchten, ob Ihr Haustier Flöhe hat, kann ein kleiner Test weiter helfen. Rubbeln Sie über einem weißen Blatt Papier (z.B. Küchenpapier) ein wenig durch das Fell Ihres Haustieres. Dabei fallen kleine Krümelchen auf das Papier. Benetzen Sie nun die Fingerspitze mit etwas Wasser und reiben Sie über diese Krümel. Wenn sich das Papier rötlich einfärbt, handelt es sich wahrscheinlich um Flohkot. Jetzt sollten Sie Ihr Haustier unbedingt sofort in einer Tierarztpraxis untersuchen lassen. Dort erhalten Sie aktuelle Medikamente zur Flohbekämpfung und Tipps zur Ausrottung der Flohbrut in Ihrer Wohnung. Dabei ist eine längerfristige Therapie unabdingbar. Auch der Winter schützt uns nicht vor diesen lästigen Blutsaugern, denn die Eier halten sich in den zentral beheizten Wohnungen sehr lange.

Mein Rat an alle Hunde- und Katzenbesitzer: Überprüfen Sie Ihr Tier häufiger auf Flohbefall oder wählen Sie den dauerhaften, vorbeugenden Schutz mit einem passenden Medikament aus Ihrer Tierarztpraxis.

Eine flohfreie Zeit wünscht Ihnen

 

Dr. Mechthild Glup